In den frühen Morgenstunden, wurde der Schwell etwas weniger und die Crew der Nemesis wechselte in das Reich der Träume.

Gegen 10:00 erwachten alle langsam. Leider begrüßte uns dieser Morgen mit fast vollkommen bedecktem Himmel und nur noch 18 Grad. Das war für Norman und mich nach 38 Tagen Sonnenschein ein Schock. Dieses Tief hätte sich auch noch 3 Tage gedulden können.

Um 11:50 legten wir von Epidauros ab und motorten Richtung Aigina.

Nach etwa 1 Stunde sichteten wir Delphine.

Robert und Sigi zogen blitzschnell Ihre Badehosen, Tauchermaske und Schwimmflossen an, um mit den Delphinen zu schwimmen.

Trotz der Locckgesänge von Walter (Dori von Nemo würde vor Neid erblassen), spielten die Delphine nur Katz und Maus mit uns.

Nach 20 Minuten Zick-/Zack-Kurs motorten wir weiter Richtung Aigina.

Auf Höhe der nördlichen Huck Nisos Angistrini, zuckte die Hochseeangel und ein mittelgroßer Fisch mit gezackter Rückenflosse hatte Walter brandneuen Blinker ins linke Auge bekommen.

Walter befreite ihn und warf ihn zurück ins Meer.

Der Hafen von Aigina war bereits total überfüllt. Einige lagen bereits im Päckchen. Es kreisten bereits 2 andere Yachten und hielten Ausschau nach einem Platz zum Anlegen.

Wir fuhren rückwärts sogar in schmalen, seichten östlichen Teil. Leider auch vergebens.

Nach einigem hin und her Überlegen entschieden wir uns nach Perdika zu fahren um dort unser Glück zu versuchen.

Während der Fahrt dahin telefonierte ich mit der Port Police von Perdika, die mit mitteilte das der winzige Hafen bereits voll ist und wir vor dem Hafen ankern müssen.

der übervolle Stadt-Hafen von Aigina
der übervolle Stadt-Hafen von Aigina

Also drehten wir wieder um, in der Hoffnung diesmal eine Lücke in Aigina zu finden.

Als wir 10 Minuten später dort ankamen, kreisten schon wieder drei andere Yachten im Hafenbecken.

Die Längsseite der Mole an der Einfahrt erwies sich als ungeeignet.

Also versuchten wir es in der für Gastlieger eigentlich gesperrten Süd-Marina. Ein großes Schild an der Einfahrt sagte „only with Mooring Permit“.

Wir entschieden uns dafür das so auszulegen das wir keine Mooringleine benutzen und dann wohl geduldet werden.

Die Marina war leider sehr voll mit zahllosen Kleinst-Booten. Jedoch lagen da augenscheinlich bereits 2-3 Gastlieger. Wir entschieden uns dafür ganz außen an einer OceanStar 50 an den letzten 1m Steg zu gehen.

Da Buganker nicht möglich war legten wir einen Festmacher von unserem Steuerbord-Bug zum Bug der OceanStar mit russischer Besatzung.

Um 16:45 hatten wir also endlich ein Plätzchen in Aigina gefunden und gönnten uns trotz der kühlen griechischen Lufttemperatur ein Anlegerbier.

Abends fanden wir eine rustikale Taverne direkt am hinteren Ende des Fischmarktes. Die Nemesis Crew war einvernehmlich von der Qualität des Essens (ins besonders des Fisches) im To Skapi sehr angetan.

Da uns Allen vom Vortag noch Schlaf fehlte gingen wir bereits um halb Elf in unsere Kojen.

 

Die Nacht war traumhaft ruhig.

 

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